Internationales Forschungsprojekt für Windkraftanlagen mit einer Leistung über 10 MW

Projektteam aus Estland, Deutschland, Frankreich, Finnland und China

Die IWEN Energy Institute gGmbH beteiligt sich in Zusammenarbeit mit der Firma NE-2 New Energy Engineering UG (haftungsbeschränkt) an einer ambitionierten internationalen Forschungsinitiative zur Weiterentwicklung der Windturbinentechnologie der nächsten Generation. Das Projekt mit dem Titel „10+MW“ wird für und gemeinsam mit dem estnischen Windturbinenhersteller Eleon AS durchgeführt und vereint ein multidisziplinäres Expertenteam aus Estland, Deutschland, Frankreich, Finnland und China.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen die bestehenden Windturbinen von Eleon, die auf mehr als ein Jahrzehnt Betriebserfahrung zurückblicken. Diese umfangreichen Felddaten bilden eine starke empirische Grundlage für das Projekt. Eleon ist für seine getriebelose Windturbinentechnologie bekannt – ein Design, das das Getriebe eliminiert und die Zuverlässigkeit erhöht, während der Wartungsaufwand reduziert wird. Ein Schlüsselelement der technologischen Führungsrolle des Unternehmens ist das patentierte Konzept zur Generatorintegration, das die Basis für die neuen Forschungsarbeiten bildet.

Das zentrale Ziel des 10+MW-Projekts besteht darin, Eleons bewährtes Integrationskonzept auf die 10-Megawatt-Klasse und darüber hinaus zu skalieren. Parallel dazu entwickeln Forschende ein neues, kosteneffizienteres Hybridturmdesign und untersuchen Rotordurchmesser von bis zu 200 Metern. Diese Weiterentwicklungen sollen den Energieertrag deutlich steigern – bei gleichzeitiger Wahrung struktureller Integrität und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Das primäre Ziel der Konzeptphase des Projekts ist die Unterstützung der Vorentwicklung und Optimierung einer Windturbine der nächsten Generation in der 10-Megawatt-Klasse. Hierfür werden mehrere Turbinenkonfigurationen untersucht. Diese Konfigurationen kombinieren unterschiedliche Rotorblattdesigns, innovative Hybridturmkonzepte und fortschrittliche Controllerstrategien.

Eine umfangreiche Reihe von Simulationen bildet das Rückgrat der Forschung. Das Team bewertet systematisch, wie Blatttyp, geometrische Parameter und modernste Regelungsansätze die jährliche Energieproduktion, Strukturbelastungen, Blatt-Turm-Abstände und das gesamte dynamische Verhalten beeinflussen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Potenzial zur Lastminderung sowie auf dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Regelungsstrategien und standortspezifischen Windcharakteristika.

Durch die Kombination langfristiger Betriebserfahrungen mit fortschrittlichen Simulationsmethoden und internationaler Expertise soll das Projekt die Grundlage für eine hocheffiziente und wirtschaftlich wettbewerbsfähige 10+ MW-Windturbinenplattform schaffen.